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23.05.2018 17:44 Age: 31 days Category: News PK, News VM, News UN, Mailfooter PK, Mailfooter VM
23.05.2018

Nicht nur Käse in der Schweiz …

Ein Erlebnisbericht von Christopher Annen, Finanzanalyst bei ÖKOWORLD

Grüezi – Was kommt einem Deutschen in den Sinn, wenn man ihn spontan nach typischen Attributen zur Schweiz fragt? Häufige Antworten sind: hohe Berge, viele Kühe, saftige Wiesen, Käsefondue, edle Uhren, Ricola oder Schokolade. Bei der Frage nach einem Schweizer Unternehmen fallen den meisten der Befragten die Bank UBS, der Lebensmittelkonzern Nestlé oder die Pharmariesen Novartis und Roche ein. Bei genauerer Betrachtung und Analyse zeigen sich in der Schweiz jedoch unzählige, börsennotierte „Hidden Champions“, also mittelgroße Unternehmen fernab der breiten Wahrnehmung. Die Schweiz bietet aufgrund ihrer allgemein hohen Anforderungen an Umweltschutz und soziale Standards für uns als zukunftsfähiger Investor vielfältige Investitionschancen. Unser fundamental- und wachstumsorientierter Investmentansatz erfordert jedoch eine tiefere Analyse der in Frage kommenden Unternehmen. Aufgrund dessen sind ein genaues Verständnis der Geschäftsmodelle und ein regelmäßiger, persönlicher Kontakt zu den Unternehmen unerlässlich. Ende April reisten Alexander Funk, Managing Director und Senior Portfoliomanager der ÖKOWORLD LUX S.A., und ich als Finanzanalyst und Mitarbeiter im Portfoliomanagement, zum alljährlichen Fieldtrip zu unseren eidgenössischen Nachbarn.

Besuch Ypsomed Holding AG

Vorbei an saftigen Wiesen, „glücklichen“ Kühen und kleinen Flüssen ging es nach Burgdorf zur Ypsomed Holding AG. Das Unternehmen ist einer der Weltmarktführer im Bereich der Insulin-Injektionssysteme und beliefert die größten Pharmaunternehmen. Ypsomed ermöglicht eine einfache und anwenderfreundliche Diabetesbehandlung, engagiert sich in der Diabetesprävention und bietet seinen Kunden ein umweltfreundliches Produktrecycling. Empfangen wurden wir vom Vorstandsvorsitzenden und Miteigentümer Simon Michel sowie dem Investor Relations Manager Thomas Kutt.

 

Links: Alexander Funk, ÖKOWORLD. Mitte: CEO und Miteigentümer Simon Michel. Rechts: Christopher Annen, ÖKOWORLD.

Es folgte eine sehr interessante Diskussion über die Themen Innovation im Insulinpumpenbereich, Internet der Dinge und Digitalisierung. Im Anschluss wurden wir auf eine Werksbesichtigung eingeladen. Aufgrund der Produktverwendung in der Medizintechnik mussten wir diese in steriler Schutzkleidung absolvieren.

Besuch Swisscom AG

Nach ca. drei Stunden, vielen neuen Erkenntnissen und Eindrücken ging es dann weiter in die Hauptstadt Bern. Dort besprachen wir im Hauptsitz der Swisscom AG mit Tamara Andenmatten aus dem Departement Investor Relations die Themen Breitbandausbau, 5G-Implementierung und zunehmendes Interesse an Streamingdienstleistern und deren Auswirkung auf das Geschäftsmodell der originären Netz- und Telekommunikationsanbieter.

Besuch Schaffner Group

Nach einer Übernachtung im schönen Städtchen Solothurn, reisten wir am frühen Morgen weiter in den Nachbarort Luterbach. Dort trafen wir uns am Hauptsitz des Unternehmens Schaffner Group mit dessen Finanzchef Kurt Lederbach und dem neuen Vorstandsvorsitzenden Marc Aeschlimann. Das Unternehmen ist der weltweit größte Hersteller von energieeffizienten, elektromagnetischen Filtern. Kunden sind unter anderem global führende Eisenbahnbetreiber. Seit einigen Jahren wird der Fokus als Zulieferer zudem auf den Bereich Automotive gerichtet. Schaffner trägt mit seinen Produkten einen Teil zur fortschreitenden Elektrifizierung der Automobilbranche bei.

Besuch Bâloise Group

Vorbei an den Hauptsitzen der Pharma-Weltkonzerne Novartis AG, Syngenta AG, Lonza Group und Roche AG waren wir in Basel verabredet beim Versicherungskonzern Bâloise Group. In der Lobby des Unternehmens führten wir mit dem Leiter Corporate Communications & Investor Relations, Marc Kaiser, und dessen Mitarbeiter, Dr. Markus Holtz, ein interessantes Einführungsgespräch. Im Konferenzraum befassten wir uns dann detaillierter mit den aktuellen Themen des Niedrigzinsumfelds, Wettbewerb durch „Fintechs“ und eigene Startup-Investitionen. Erfreulich aus ethischer Sicht gestaltet sich bei Bâloise die Alternative zur Geldanlage der Versicherungsprämien in ökologische Investments (… auch wenn deren Standards nicht denen des vielfach ausgezeichneten ÖKOWORLD ÖKOVISION CLASSIC entsprechen, hat Bâloise sich auf den Weg gemacht…). Des Weiteren engagiert sich das Unternehmen in der Finanzierung von Photovoltaikanlagen.

Mitte links: Marc Kaiser (Head of IR). Mitte rechts: Markus Holtz (IR).

Besuch Straumann AG

Fußläufig erreichten wir im Anschluss den Implantate-Hersteller Straumann AG. Das Unternehmen ist einer der Vorreiter in der modernen Zahnimplantologie und seit vielen Jahren einer der Innovationsführer. Getrieben durch einen stimmigen Produktmix weist das Unternehmen ein fulminantes Wachstum in allen relevanten Geschäftsbereichen und Ländern auf. Als Gesprächspartner erwarteten uns der Finanzvorstand, Dr. Peter Hackel, und sein Kollege Fabian Hildbrand, Investor Relations & Market Research. Neben dem hervorragenden Ergebniswachstum sprachen wir vor allem über die Themen der Aligner-Technologie, neue Implantatsysteme und Produktentwicklungen im Bereich der Zahntechnik. Trotz eines wichtigen Folgetermins beantwortete uns CFO Hackel alle Fragen sehr ausführlich. Neben den sehr starken betriebswirtschaftlichen Leistungen bietet Straumann ein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und ein breites betriebliches Gesundheitsmanagement für seine Mitarbeiter an.

Mitte links: Fabian Hildbrand (IR & Market Research). Mitte rechts: Dr. Peter Hackel (CFO).

Besuch am TATORT

Nach drei erfolgreichen Meetings verließen wir Basel und reisten gen Süden ins bergige Luzern. Am Abend hatten wir ein wenig Zeit, sodass wir die wunderschöne und weltberühmte Kapellbrücke und das Löwendenkmal besuchen konnten. In der Innenstadt gerieten wir überraschenderweise in den Dreh zum Luzerner Tatort mit den Schauspielern Liz Richard und Stefan Gubser. Als langjährige Fans der traditionellen Krimimarke TATORT und Unterstützer des gemeinnützigen Tatortvereins der Kölner Kommissare Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt, führten wir ein kurzes Gespräch mit Herrn Gubser und machten uns danach auf den Weg in unser Nachtquartier am idyllischen Vierwaldstättersee.

Besuch Schindler Holding AG

Am nächsten Morgen strahlte die Sonne aus vollen Zügen, und sommerliche Temperaturen versprachen einen angenehmen Tag. Dennoch mussten wir weiter in den Nachbarort Dierikon. Dort sprachen wir mit dem Investorenverantwortlichen, Marco Knuchel, der Schindler Holding AG über das weltweit wachsende Aufzugsgeschäft, steigende Rohstoffpreise und den Wachstumsmarkt China. Die letzte Station unseres Investorentrips führte zurück nach Luzern. Bezugnehmend auf die Vorurteile „…viele Kühe, saftige Wiesen und Käsefondue…“, trafen wir uns in der Konzernzentrale des Frischmilch-, Jogurt- und Käsespezialisten Emmi AG mit Frau Esther Gerster. Die Leiterin der Konzernkommunikation & Investor Relations erläuterte uns anschaulich das letzte Zahlenset und beantworte mit Geduld unsere „nicht alltäglichen“ (O-Ton Frau Gerster) Fragen. Anhand eines Praxisbeispiels wurde uns während des Meetings veranschaulicht, wie einfach aber doch innovativ eine ressourcenschonende Dessertverpackung aussehen kann. Als kleines Highlight konnten wir uns im Anschluss an einer riesigen Kühltheke über das umfassende Produktsortiment des führenden Erzeugers von nachhaltigen Biomilchprodukten informieren. Die EMMI AG gehört übrigens zu den GLOBAL-TOP-NINE-Unternehmen, die unser unabhängiger Anlageausschuss des ÖKOWORLD ÖKOVISION CLASSIC im September des Jahres 2017 mit dem ÖKOVISION AWARD als Vorbildpreis ausgezeichnet hat.

Der Roadtrip im Rückspiegel

Zusammenfassend war der Roadtrip sowohl für Alexander Funk als auch für mich ein wichtiges Erlebnis. Egal ob investiert oder nicht, wir haben bei jedem Unternehmen interessante Aspekte mitgenommen, die unsere spätere Investmententscheidung beeinflussen werden. Es macht einen klaren Unterschied, vor Ort zu sein, die Kultur und die Atmosphäre in den einzelnen Unternehmen zu spüren, anstatt sich die reinen Fakten in den gesetzlichen Ergebnisveröffentlichungen zu verinnerlichen. Ähnlich wie in Deutschland bremst unternehmensübergreifend allerdings auch in der Schweiz der Fachkräftemangel das Wachstum. Es fehlt sowohl an Hochschulabsolventen als auch an qualifizierten Fachkräften im Handwerk. Über alle Unternehmen hinweg haben wir eine starke Innovationskraft gespürt. Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Automatisierung und Internet der Dinge haben branchenübergreifend eine strategische Bedeutung, und wir haben in jedem Gespräch einen sehr positiven Grundtenor verspüren können.