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Mal ganz persönlich: Interview mit Tanja Weigel, Vermögens- und Vorsorgeberaterin der ÖKOWORLD AG

Tanja Weigel (TW) wurde interviewt von Marketingmitarbeiterin Tanja Dillenberger (TD)

Tanja Weigel, Vorsorge- und Vermögensberaterin

Tanja Dillenberger, Marketingmitarbeiterin

TD: Welche Person, die eine Rolle in deinem Leben spielt, sollte ich fragen, wer du eigentlich bist und was würde diese Person antworten

TW: Da solltest du meinen Freund fragen. Er würde antworten, dass ich ein sehr positiver Mensch bin und auch wenn etwas ausweglos erscheint versuche ich eine Lösung zu finden und etwas Gutes daraus zu ziehen. Nur wenn ich hungrig bin kann die Stimmung auch mal schnell umschlagen.

TD: Wobei vergisst du die Zeit?

TW: Die Zeit vergesse ich bei einer ausgiebigen Wanderung durch die Natur, insbesondere durch Berge und Wälder. Die Eindrücke die da auf mich wirken…da verschwindet jegliches Zeitgefühl.

TD: Worauf kannst du nicht verzichten?

TW: Ich kann nicht auf gutes Essen verzichten. Ich probiere gerne Neues und studiere im Voraus schon die Speisekarte von Restaurants die ich besuchen möchte. Bezüglich Neueröffnungen halte ich mich auf dem Laufenden und finde es toll, dass das Angebot an vegetarischen Gerichten immer größer wird. Auch wenn ich mich (noch) nicht rein vegetarisch ernähre wähle ich oft die fleischlose Option.

TD: Was empört dich?

TW: Mich empört Verschwendung, insbesondere von Lebensmitteln. An dieser Tatsache ließe sich so einfach etwas ändern, zum Beispiel, wenn man mehr die Sinne bezüglich Geruch und Geschmack walten ließe und nicht stupide nach dem Haltbarkeitsdatum geht. Schließlich heißt es „mindestens haltbar bis…“ und nicht „sofort ungenießbar ab…“. Außerdem wirft man mit jedem Produkt auch die wertvollen Ressourcen weg die mit der Herstellung verbraucht wurden.

TD: Wann und warum wurde Nachhaltigkeit ein Thema für dich?

TW: Ein wichtiger Schlüsselmoment war ein Urlaub vor einigen Jahren in den Dolomiten, auf einer Alm mit wenigen Unterkünften und ohne Autoverkehr, abends bei geöffnetem Fenster totale Stille, nur mal zwischendurch die Kuhglocken und deren Echo in der Ferne, das hat mich so richtig entschleunigt. Daraufhin fing ich an mein Konsumverhalten zu hinterfragen: Muss ich jetzt dieses T-Shirt wirklich kaufen? Muss mehrmals die Woche Fleischverzehr unbedingt sein?

TD: Hast du einen Tipp für jemanden, der anfangen will, sein Leben nachhaltiger und bewusster zu gestalten?

TW: Man sollte versuchen sich selbst mal eine Zeit zu beobachten und sein Handeln zu hinterfragen. Was mache ich bewusst, was vielleicht unbewusst? Das kann ganz simpel der Wasserhahn sein, der beim Zähneputzen weiterläuft. Das kann die Cremetube sein, die richtig ausgedrückt plötzlich viel mehr Produkt hat. Es kostet nur minimale Anstrengung spart sogar noch Geld. Muss man wirklich immer Fernreisen unternehmen oder macht man es insgeheim nur, weil es viele machen? Dann stellt man eventuell fest: Ach, eigentlich würde man sich selbst in den heimischen Wäldern viel wohler fühlen.

TD: Was fehlt unserer Gesellschaft?

TW: Ich denke es fehlt an Achtsamkeit. Das fängt in erster Linie damit an, dass viele Menschen schon nicht mit sich selbst achtsam umgehen, nicht mit ihrem Körper und erst recht nicht mit ihrem Geist. Wie soll da eine Achtsamkeit für Umwelt und für Mitmenschen entstehen?

TD: Warum hast du dich entschieden, für die ÖKOWORLD zu arbeiten?

TW: Meine Entscheidung ist darin begründet, dass ich mit meiner Tätigkeit nicht die Anlagemöglichkeiten der Finanzwelt fokussiere, die um jeden Preis Renditen abwerfen, sondern die Menschen auf ihrem Weg zu „Gewinn mit Sinn“ begleite. So geben wir gemeinsam dem Geld die richtige Richtung.

TD: Wenn du eine Sache auf der Welt verändern könntest, was wäre das?

TW: Ich wünsche mir, dass jeder sein eigenes Handeln reflektiert und Eigenverantwortung übernimmt. Der oder die Einzelne innerhalb unserer Gesellschaft ist oftmals schnell darin, mit dem Finger auf Mitmenschen zu zeigen und zu maßregeln ohne bei sich selbst anzufangen. Das muss sich ändern.