Wasserpreis 2020: Wegen COVID-19 findet die Verleihung erst im Frühjahr 2021 statt.

Der globale Wasserfonds für zukunftsfähige Lösungen

Der Mensch und seine weitere Entwicklung hängen direkt vom Zugang zu sauberem Trinkwasser und zum Rohstoff Wasser ab. Schon heute geht in vielen Regionen weltweit der Wasserverbrauch über den nachhaltigen Frischwasserzufluss hinaus. Diese Tendenz wird sich nach Expertenschätzungen deutlich verstärken, wenn es nicht gelingt, Wasser effizienter zu nutzen und regional die Wasserqualität zu erhalten beziehungsweise zu verbessern.

Der im Jahr 2008 aufgelegte ÖKOWORLD WATER FOR LIFE ist der erste Themenfonds, der sich in einer derart nachhaltigen Art und Weise mit der globalen Wasserversorgung beschäftigt.

Anlagepolitik

Investiert wird in ausgewählte Unternehmen weltweit, die in ihrer jeweiligen Branche und Region unter ökologischen, ethischen und ökonomischen Aspekten führend sind sowie die größten Ertragsaussichten besitzen. Durch seine breite Aufstellung der Investmentthemen kann der Fonds auch in turbulenten Zeiten an den internationalen Aktienmärkten von der ausgewogenen Mischung aus stabilen Wasserversorgern und konjunktursensiblen Unternehmen aus den Bereichen Wasseraufbereitung und -infrastruktur profitieren.

Nachhaltigkeitsziele

Die Nachhaltigkeitsziele des Fonds ÖKOWORLD WATER FOR LIFE sind insbesondere auf das Thema Wasser und die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen fokussiert. Dazu zählen u.a. Unternehmen, die

  • Produkte und Dienstleistungen für Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Wasseraufbereitung und –recycling und Wasserinfrastruktur anbieten

  • zum Erhalt der Qualität natürlicher Wasserspeichersysteme beitragen, z.B. durch die Vermeidung oder Verringerung von Schadstoffeinträgen in Böden und Gewässer,

  • Produkte zur Verbesserung der Effizienz der Wassernutzung, z.B. durch optimierte Verbrauchsmessung und –abrechnung oder durch die Einrichtung geschlossener Nutzungskreisläufe anbieten

  • Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die einen Beitrag zu einem bewussten Umgang mit der Ressource Wasser beitragen, bspw. Bildung

  • Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die einen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und Wasserknappheit leisten, bspw. auch im gesundheitlichen Bereich.

Zusätzlich müssen alle Unternehmen, in die der Fonds ÖKOWORLD WATER FOR LIFE investiert, weitere strenge allgemeine Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

Zu den weiteren Positivkriterien gehören im ÖKOWORLD WATER FOR LIFE der schonende Umgang mit der Ressource Wasser bzw. der Schutz natürlicher Wasserreservoirs. Hierzu zählen zum Beispiel auch Unternehmen aus den Bereichen grundwasserschützendes Recycling von Industriemetallen, chemischen Abfällen oder Krankenhausabfällen. Grundsätzlich in Frage kommen auch Unternehmen, die sich um den Schutz des Grundwassers vor Schadstoffeintrag verdient machen, um die wassereffiziente Lebensmittelproduktion oder die umwelt- und wasserschonende Elektronikproduktion. Dadurch ist der Fonds breit aufgestellt und verfügt über gute Möglichkeiten der Branchendiversifikation.

Ausschlusskriterien

ÖKOWORLD hat Ausschluss- bzw. Negativkriterien festgelegt, die dazu führen, dass Unternehmen und Branchen, die aus unserer Sicht wesentliche nachteilige Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung haben, keine Aufnahme in die Anlageuniversen unserer Fonds finden oder nach einer Detailanalyse ausgeschlossen werden.

Die folgenden Branchen halten wir für die Branchen mit den wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen. Diese sind im Sinne unsere Ausschlusskriterien aus unseren Anlageuniversen von vornherein ausgeschlossen:

  • Atomkraft

  • Fossile Energien wie Kohle und Erdöl

  • Chlorchemie

  • Offene Gentechnik

  • Waffen, Rüstung, Militärtechnologien

  • Gesundheitsschädliche Produkte, wie bspw. Tabak

  • Raubbau an natürlichen Ressourcen

Weitere feste Ausschlusskriterien sind

  • Menschenrechtsverstöße

  • Verstöße gegen die Grundsätze der Kernkonventionen der International Labor Organization (ILO), z.B. Kinder- und Zwangsarbeit

  • Bestechung und Korruption

  • Diskriminierung

Das ÖKOWORLD-Prinzip – der getrennte Investmentprozess

Das ÖKOWORLD-Prinzip sieht eine vollständige Trennung von Nachhaltigkeits-Research einerseits und Portfoliomanagement und Fundamentalanalyse andererseits vor. Die Portfoliomanager können ausschließlich in Unternehmen investieren, die nach Überprüfung der in den Fondsbedingungen festgelegten sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien durch die Nachhaltigkeits-Research Abteilung in das Anlageuniversum aufgenommen wurden.

Zur Vermeidung von Interessenskonflikten ist bei ÖKOWORLD das hauseigene Nachhaltigkeits-Research inhaltlich, räumlich und personell strikt von Finanzanalyse und Portfoliomanagement getrennt. Zwischenergebnisse und Ergebnisse werden im Rahmen regelmäßiger Kommunikationsroutinen ausgetauscht. Durch diesen getrennten Prozess wird u.a. auch sichergestellt, dass es nicht zu Interessenskonflikten zwischen finanziellen und nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten kommen kann.

Bevor seitens des Portfoliomanagements überhaupt eine fundamentale Risikobewertung und weitere Schritte vorgenommen werden, durchlaufen alle Unternehmen eine enge Überprüfung der Nachhaltigkeit durch die Nachhaltigkeits-Research Abteilung anhand strengster Kriterien und damit auch aller wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken. Mindestens alle drei Jahre werden alle Unternehmen in den Universen erneut überprüft. Besteht ein Unternehmen diesen Prozess nicht, wird das Unternehmen aus den Anlageuniversen der Fonds ausgeschlossen und eine Investition für die ÖKOWORLD Fonds ist nicht mehr möglich.

Fachbeirat

Bei der Beobachtung und Bewertung der weiteren Entwicklung im Wasser- bzw. Klimasektor und bei der Einschätzung von Produkten und Technologien wird ÖKOWORLD für die Fonds ÖKOWORLD WATER FOR LIFE durch einen dreiköpfigen wissenschaftlichen Fachbeirat unterstützt. Zu den langjährigen Mitgliedern dieses Beirates gehören Experten im Bereich Klimaentwicklung und –wandel, Wasser und Abwasser sowie Energietechnologien.

Jährlich trifft sich der Fachbereit mit Mitgliedern der Nachhaltigkeits-Research Abteilung sowie des Portfoliomanagements für einen Austausch zu Wasser- und Klimarelevanten Themen. Zumeist werden für spezielle Themengebiete weitere externe Referenten /-innen eingeladen

Marktchancen

Für Anlegerinnen und Anleger bietet die lebensnotwendige Ressource Wasser ein hohes Ertragspotential. Dieses wurde zuletzt nochmal durch den UN-Weltwasserbericht und das über die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen definierte Ziel „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen für alle bis 2030“ untermauert. So haben weltweit aktuell 2,2 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und 4,2 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sicheren Sanitäreinrichtungen. Durch die weiter anwachsende Weltbevölkerung benötigt alleine die Landwirtschaft 50% mehr an Bewässerung bis 2050 – Wasser, welches aktuell nicht vorhanden ist.

Insbesondere in den aufstrebenden Schwellenländern steigen mit Blick auf einen zivilisierten Wasserstandard die Erwartungen nach Wasserqualität, Leitungsdruck und Verfügbarkeit. Gleichzeitig beklagen die entwickelten Industrienationen ein inzwischen veraltetes Abwassersystem und eine ineffiziente Wassernutzung. So werden beispielsweise in den USA und Großbritannien bis zu 50% des Trinkwassers in maroden Wasserleitungen verloren, bevor es den Wasserhahn erreicht. Damit entsteht für die nächsten Jahrzehnte ein enormer Investitionsbedarf, welcher gemäß Berechnungen der G20-Staaten alleine für das Jahr 2030 auf 267 Mrd. US-Dollar beziffert wird.

Verbesserungen im Bereich der Wasserversorgung, ob aus humanitären, sozialen oder ökonomischen Gründen, ist daher in fast allen Ländern eine Notwendigkeit. Dies unterstreicht beides: den Sinn und die Investmentchancen für Anlegerinnen und Anleger des ÖKOWORLD WATER FOR LIFE.

Anteilsklassen und Erträge

Die Erträge der Anteilsklasse werden jährlich reinvestiert. Anlegerinnen und Anleger können grundsätzlich börsentäglich die Rücknahme der Anteile verlangen.